Sprungziele
Inhalt

Informationen der Wirtschaftsförderung für die Wirtschaft und den Tourismus

Die Wirtschaftsförderung des Landkreises Wittmund ist zentraler Ansprechpartner für die Belange der Unternehmen im Landkreis Wittmund und informiert Sie nachfolgend über Hilfen und Fördermöglichkeiten, um den wirtschaftlichen Auswirkungen des Corona-Virus im Landkreis Wittmund aktiv und frühzeitig zu begegnen. (Überblick, Stand: 23. November 2020)

!!! ACHTUNG  !!! Die Corona-Überbrückungshilfe wird voraussichtlich bis Juni 2021 verlängert. Des Weiteren soll eine Neustarthilfe für Soloselbstständige implementiert werden. Damit können Soloselbständige, die im Rahmen der Überbrückungshilfen III sonst keine Fixkosten geltend machen können, aber dennoch hohe Umsatzeinbrüche hinnehmen mussten, einmalig 25 % des Umsatzes des entsprechenden Vorkrisenzeitraums 2019 erhalten
„November-Corona-Hilfe“ für die direkt vom „Lockdown“ betroffenen Soloselbstständigen und Unternehmen sollen als außerordentliche Wirtschaftshilfe gewährt werden! Mit der Novemberhilfe werden Zuschüsse pro Woche der Schließungen in Höhe von 75 % des durchschnittlichen wöchentlichen Umsatzes im November 2019 gewährt bis zu einer Obergrenze von 1 Mio. €, soweit der bestehende beihilferechtliche Spielraum des Unternehmens das zulässt.

Informationen der Wirtschaftsförderung beim Landkreis Wittmund

Die Wirtschaftsförderung des Landkreises Wittmund informiert Sie nachfolgend über Hilfen und Fördermöglichkeiten, um den wirtschaftlichen Auswirkungen des Corona-Virus in Wittmund aktiv und frühzeitig zu begegnen.

Sollten sie zu ihrer konkreten Problemstellung keine Antworten oder Ansprechpartner in den bereitgestellten Informationen finden, wenden sie sich bitte per eMail an das Amt für Wirtschaftsförderung beim Landkreis Wittmund unter wirtschaftsfoerderung@lk.wittmund.de.

Wir sind bemüht, die zur Verfügung gestellten Informationen möglichst aktuell zu halten. Aufgrund der dynamischen Entwicklungen und einer Vielzahl eingehender Anfragen bitten wir um Ihr Verständnis, wenn Informationen nicht immer aktuell gehalten werden können und sich die Beantwortung Ihrer Anfragen verzögert. Zudem weisen wir darauf hin, dass für die bereitgestellten Informationen und Verlinkungen keine Gewähr auf Richtig- und Vollständigkeit übernommen wird.

(Stand: 23. November 2020)

Welche Branchen sind von den Schließungen/Einschränkungen
des öffentlichen Lebens betroffen?

Auf Weisung der Niedersächsischen Landesregierung hat der Landkreis Wittmund am 13. Juli 2020 eine Allgemeinverfügung erlassen, die den Maßnahmenkatalog zu den notwendigen Schließungen für den Publikumsverkehr und der Verbote im Einzelnen beinhaltet. Hierin sind die Branchen und Betriebe, die von den Schließeungen Einschränkungen erfasst werden, aufgeführt.

Die aktuelleste Fassung der Allgemeinverordnung des Landes Niedersachsens findet sich stets hier auf der Homepage unter dem Punkt Rechtliches.

Konkrete Fragen zur Definitionsauslegung  sind an die Koordinierungsstelle des Landkreises (Tel. 04462/86-7000, E-Mail: koordinierungsstelle@lk.wittmund.de) zu richten.

November-Corona-Hilfe

Hier geht es zu den FAQs

Gesamtvolumen:

Die außerordentliche Wirtschaftshilfe wird ein Finanzvolumen von voraussichtlich ca. 10 Mrd. € haben.


Antragsberechtigung:

Antragsberechtigt sind direkt von den temporären Schließungen betroffene Unternehmen, Betriebe, Selbständige, Vereine und Einrichtungen und indirekt betroffene Unternehmen nach folgender Maßgabe:

  • Direkt betroffene Unternehmen: Alle Unternehmen (auch öffentliche), Betriebe, Selbständige, Vereine und Einrichtungen, die auf der Grundlage des Beschlusses des Bundes und der Länder vom 28. Oktober 2020 erlassenen Schließungsverordnungen der Länder den Geschäftsbetrieb einstellen mussten. Hotels zählen als direkt betroffene Unternehmen.
  • Indirekt betroffene Unternehmen: Alle Unternehmen, die nachweislich und regelmäßig 80 Prozent ihrer Umsätze mit direkt von den Schließungsmaßnahmen betroffenen Unternehmen erzielen.
  • Verbundene Unternehmen – also Unternehmen mit mehreren Tochterunternehmen oder Betriebstätten – sind dann antragsberechtigt, wenn mehr als 80 % des verbundweiten Gesamtumsatzes auf direkt oder indirekt betroffene Verbundunternehmen entfällt. Erstattet werden bis zu 75 % des Umsatzes der betroffenen Verbundunternehmen. Dies betrifft etwa eine Holdinggesellschaft, die sowohl Restaurants (geschlossen) und Einzelhandelsunternehmen (weiter geöffnet) hält – hier wird die Nothilfe gezahlt, wenn die Restaurants zu mehr als 80 Prozent des Umsatzes der Holdinggesellschaft beitragen.

Welche Förderung gibt es?

Mit der Novemberhilfe werden Zuschüsse pro Woche der Schließungen in Höhe von 75 % des durchschnittlichen wöchentlichen Umsatzes im November 2019 gewährt bis zu einer Obergrenze von 1 Mio. €, soweit der bestehende beihilferechtliche Spielraum des Unternehmens das zulässt (Kleinbeihilfenregelung der EU).
Zuschüsse über 1 Mio. € bedürfen für die Novemberhilfe noch der Notifizierung und Genehmigung der EU-Kommission. Die Bundesregierung ist derzeit in intensiven Gesprächen mit der Europäischen Kommission, um eine solche Genehmigung für höhere Zuschüsse zu erreichen.
Soloselbstständige können als Vergleichsumsatz alternativ zum wöchentlichen Umsatz im November 2019 den durchschnittlichen Wochenumsatz im Jahre 2019 zugrunde legen. Bei Antragsberechtigten, die nach dem 31.10.2019 ihre Geschäftstätigkeit aufgenommen haben, kann als Vergleichsumsatz der durchschnittliche Wochenumsatz im Oktober 2020 oder der durchschnittliche Wochenumsatz seit Gründung gewählt werden.


Anrechnung erhaltener Leistungen:

Andere staatliche Leistungen, die für den Förderzeitraum November 2020 gezahlt werden, werden angerechnet. Das gilt vor allem für Leistungen wie Überbrückungshilfe oder Kurzarbeitergeld.


Anrechnung von erzielten Umsätzen im Monat November:

Wenn im November trotz der grundsätzlichen Schließung Umsätze erzielt werden, so werden diese bis zu einer Höhe von 25 % des Vergleichsumsatzes nicht angerechnet. Um eine Überförderung von mehr als 100 % des Vergleichs-Umsatzes zu vermeiden, erfolgt bei darüberhinausgehenden Umsätzen eine entsprechende Anrechnung.
Für Restaurants gilt eine Sonderregelung, wenn sie Speisen im Außerhausverkauf anbieten. Hier wird die Umsatzerstattung auf 75 % der Umsätze im Vergleichszeitraum 2019 auf diejenigen Umsätze begrenzt, die dem vollen Mehrwertsteuersatz unterliegen, also die im Restaurant verzehrten Speisen. Damit werden die Umsätze des Außerhausverkaufs – für die der reduzierte Mehrwertsteuersatz gilt – herausgerechnet. Im Gegenzug werden diese Umsätze des Außerhausverkaufs während der Schließungen von der Umsatzanrechnung ausgenommen, um eine Ausweitung dieses Geschäfts zu begünstigen. Beispiel: Eine Pizzeria hatte im November 2019 8.000 € Umsatz durch Verzehr im Restaurant und 2.000 € durch Außerhausverkauf. Sie erhält daher 6.000 € Novemberhilfe (75 % von 8.000 €), d. h. zunächst etwas weniger als andere Branchen (75 % des Vergleichsumsatzes). Dafür kann die Pizzeria im November 2020 deutlich mehr als die allgemein zulässigen 2.500 € (25 % von 10.000 €) an Umsatz mit Lieferdiensten erzielen, ohne dass eine Kürzung der Förderung erfolgt.


Antragstellung:

Die Anträge können in den nächsten Wochen über die bundeseinheitliche IT-Plattform der Überbrückungshilfe gestellt werden (www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de). Die elektronische Antragstellung muss hierbei durch einen Steuerberater oder Wirtschaftsprüfer erfolgen. Die Auszahlung soll über die Überbrückungshilfe-Plattform durch die Länder erfolgen.
Für Soloselbständige, die nicht mehr als 5.000 € Förderung beantragen, entfällt die Pflicht zur Antragstellung über einen prüfenden Dritten. Sie werden unter besonderen Identifizierungspflichten direkt antragsberechtigt sein.


Corona Überbrückungshilfe seitens des Landes Niedersachsen und des Bundes

Verlängerung und Erweiterung der Überbrückungshilfe („Überbrückungshilfe III“)
Die Überbrückungshilfe II läuft derzeit noch bis zum 31.12.2020. Sie soll nun als Überbrückungshilfe III bis Ende Juni 2021 verlängert und erweitert werden. Die Details stehen fest und werden zeitnah bekannt gegeben. Auch hier wird es weitere Verbesserungen geben, bspw. bei der Ansetzbarkeit von Ausgaben für Instandhaltung, Modernisierungsmaßnahmen oder auch Kosten für Abschreibungen. Bei der Höhe sind anstelle von bislang max. 50.000 € pro Monat künftig bis zu max. 200.000 € pro Monat Betriebskostenerstattung möglich.
 
Die Überbrückungshilfe III soll erhebliche Verbesserungen für Soloselbständige bringen. Betroffene, z.B. aus dem Kunst- und Kulturbereich, sollen künftig eine einmalige Betriebskostenpauschale von bis zu 5.000 € für den Zeitraum bis Ende Juni 2021 als steuerbaren Zuschuss erhalten können. Dazu wird die bisherige Erstattung von Fixkosten ergänzt um eine einmalige Betriebskostenpauschale (Neustarthilfe). Damit können Soloselbständige, die im Rahmen der Überbrückungshilfen III sonst keine Fixkosten geltend machen können, aber dennoch hohe Umsatzeinbrüche hinnehmen mussten, einmalig 25 % des Umsatzes des entsprechenden Vorkrisenzeitraums 2019 erhalten. Die Neustarthilfe ist aufgrund ihrer Zweckbindung nicht auf Leistungen der Grundsicherung u.ä. anzurechnen. Es handelt sich um einen Zuschuss, der – wenn die Antragsvoraussetzungen vorliegen – nicht zurückzuzahlen ist.
 
Antragsberechtigte:

Antragsberechtigt sind Soloselbständige, die ansonsten im Rahmen der Überbrückungshilfen III keine Fixkosten geltend machen bzw. geltend machen können und die ihr Einkommen im Referenzzeitraum (im Normalfall das Jahr 2019) zu mindestens 51 % aus selbständiger Tätigkeit erzielt haben. Die volle Betriebskostenpauschale wird gewährt, wenn der Umsatz der oder des Soloselbständigen während der siebenmonatigen Laufzeit Dezember 2020 bis Juni 2021 im Vergleich zu einem siebenmonatigen Referenzumsatz 2019 um mehr als 50 % zurückgegangen ist.
 
Höhe der Neustarthilfe:

Die Betriebskostenpauschale beträgt einmalig 25 % des siebenmonatigen Referenzumsatzes, maximal aber 5.000 €. Um den Referenzumsatz 2019 zu bestimmen, wird der durchschnittliche monatliche Umsatz des Jahres 2019 zugrunde gelegt (Referenzmonatsumsatz). Der Referenzumsatz ist das Siebenfache dieses Referenzmonatsumsatzes. Betroffene, die ihre selbständige Tätigkeit nach dem 1.10.2019 begonnen haben und daher keine Jahresumsätze für 2019 vorweisen können, können als Referenzmonatsumsatz entweder den durchschnittlichen Monatsumsatz der beiden Vorkrisenmonate Januar und Februar 2020 oder den durchschnittlichen Monatsumsatz des 3. Quartals 2020 (1.7. bis 30.9.2020) wählen.

Anrechnung der Neustarthilfe auf Sozialleistungen:

Auf Leistungen der Grundsicherung und ähnliche Leistungen ist die Neustarthilfe aufgrund ihrer Zweckbindung nicht anzurechnen.
 
Form der Auszahlung:

Die Neustarthilfe soll als Vorschuss ausgezahlt werden, auch wenn die konkreten Umsatzeinbußen während der Laufzeit Dezember 2020 bis Juni 2021 bei Antragstellung noch nicht feststehen.
Sollte der Umsatz während der Laufzeit anders als zunächst erwartet bei über 50 % des siebenmonatigen Referenzumsatzes liegen, sind die Vorschusszahlungen anteilig zurückzuzahlen. Bei einem Umsatz von 50 bis 70 % ist ein Viertel der Neustarthilfe zurückzuzahlen, bei einem Umsatz zwischen 70 und 80 % die Hälfte und bei einem Umsatz zwischen 80 und 90 % drei Viertel. Liegt der erzielte Umsatz oberhalb von 90 %, so ist die Neustarthilfe vollständig zurückzuzahlen. Wenn die so errechnete Rückzahlung unterhalb eines Bagatellbetrags von 500 € liegt, ist keine Rückzahlung erforderlich.
 
Beispiel: Bei 75 % durchschnittlichem Umsatz im Förderzeitraum müsste eine Soloselbständige, die 4.375 € Neustarthilfe erhalten hat, die Hälfte zurückzahlen.
Die Begünstigten müssen nach Ablauf des Förderzeitraums eine Endabrechnung durch Selbstprüfung erstellen. Im Rahmen dieser Selbstprüfung sind etwaige Einkünfte aus abhängiger Beschäftigung zu den Umsätzen aus selbständiger Tätigkeit zu addieren. Der Bewilligungsstelle sind anfallende Rückzahlungen bis zum 31.12.2021 unaufgefordert mitzuteilen und zu überweisen. Zur Bekämpfung von Subventionsbetrug finden Nachprüfungen statt.
 
Zeitpunkt der Antragstellung:

Die Überbrückungshilfe III, die die Neustarthilfe enthalten wird, soll ab dem 1.1.2021 gelten. Aufgrund der nötigen technischen Programmierungen und der Abstimmungen mit den Ländern und der EU-Kommission können die Anträge einige Wochen nach Programmstart im neuen Jahr gestellt werden. Die Details zur Antragstellung werden nach Angaben der Ministerien vermutlich in den nächsten Wochen feststehen.“




Förderphase 2: Förderzeitraum September 2020 bis Dezember 2020

Folgende Änderungen werden in der zweiten Förderphase umgesetzt:


  • Flexibilisierung der Eintrittsschwelle:
    • Nachweis des Umsatzrückgangs um mind. 50 % in zwei zusammenhängenden Monaten im Zeitraum April bis August 2020 gegenüber den jeweiligen Vorjahresmonaten oder
    • Nachweis des Umsatzrückgangs um mind. 30 % im Durchschnitt in den Monaten April bis August 2020 gegenüber dem Vorjahreszeitraum
  • Erhöhung der Förderhöchstsumme: max. 200.000 Euro (bisher: max. 150.000 Euro)
  • Ersatzlose Streichung der KMU-Deckelungsbeträge von max. 9.000 bzw. max. 15.000 Euro
  • Erhöhung der Fördersätze:
    • 90 % der Fixkosten bei mehr als 70 % Umsatzeinbruch (bisher: 80 % der Fixkosten)
    • 60 % der Fixkosten bei einem Umsatzeinbruch zwischen 50 % und 70 % (bisher: 50 % der Fixkosten)
    • 40 % der Fixkosten bei einem Umsatzeinbruch von mehr als 30 % (bisher: bei mehr als 40 % Umsatzeinbruch)
  • Erhöhung der Personalpauschale von 10 % der förderfähigen Kosten auf max. 20 %
  • Künftig Nachzahlungen sowie auch Rückforderungen bei der Schlussabrechnung möglich



Förderphase 1: Förderzeitraum April 2020 bis August 2020

Wer kann Anträge stellen?

Kleine und mittlere Unternehmen aus allen Wirtschaftsbereichen sowie Soloselbständige und Angehörige der Freien Berufe im Haupterwerb. 

Mittlere Unternehmen sind somit erstmals antragsberechtigt!


Welche Voraussetzung muss vorliegen?


Ein Umsatzrückgang in den Monaten April und Mai 2020, zusammengenommen um mindestens 60 % gegenüber April und Mai 2019. 

Was wird gefördert?

Förderzeitraum sind die Monate Juni bis 30. September 2020, je nach Umsatzrückgang werden 40-80% der betrieblichen Fixkosten erstattet. 

Maximale Förderhöhe?

  • Unternehmen bis 5 Beschäftigte max. 9.000 EUR

  • Unternehmen bis 10 Beschäftigte max. 15.000 EUR

  • Unternehmen bis 249 Beschäftigte max. 150.000 EUR

  • Härtefallregelung für Unternehmen bis 10 Beschäftigte, die sehr hohe Fixkosten haben (errechnete Überbrückungshilfe übersteigt Höchstsumme um das Doppelte).

Wie funktioniert das Verfahren?

  • Beratung und Antragstellung über eine/n Steuerberater/in, Wirtschaftsprüfer/in oder vereidigte/n Buchprüfer/in, vollständige Anträge werden über ein bundesweites Portal an die Bewilligungsstellen übermittelt.
  • Anträge können ab dem 10.07.2020 gestellt werden.
  • Die Beratungskosten gelten als Fixkosten und sind förderfähig.
  • Bewilligung und Auszahlung durch die NBank.
  • Nachweis der realisierten Umsätze und Fixkosten Antragstellung über eine/n Steuerberater/in, Wirtschaftsprüfer/in oder vereidigte/n Buchprüfer/in.
  • Schlussrechnung durch die NBank (sofern Umsatzentwicklung in der Realität besser war als im Antrag angenommen ggfls. Aufforderung zur Rückzahlung eines Teilbetrages)

Detailierte Informationen zur Überbrückungshilfe


Übersicht Corona-Hilfsprogramme

Corona-Hilfsprogramme des Bundes und des Landes Niedersachsen
Die Unternehmensberatung MCON hat eine Übersicht über aktuelle Hilfs- und Förderprogramme zusammengestellt. Diese bietet einen ersten Überblick über die grundsätzlich in Frage kommenden Programme für verschiedene Zielgruppen. Zudem gibt sie grundlegende Hinweise zur Art der Förderung sowie den Förderkonditionen.
Förderübersicht MCON - Stand 19.11.2020

Förderübersicht MCON: Corona-Unterstützungsangebote für Vereine im Bereich Kultur und Soziales - Stand 20.11.2020

Informationen zu Corona-Krediten

KfW Schnellkredit für den Mittelstand (100% Haftungsfreistellung)

Die Bundesregierung hat einen weitergehenden KfW-Schnellkredit für den Mittelstand beschlossen, um die bisherige Mittelstandslücke in der Unterstützung der Unternehmen bei den Corona-bedingten Ausfällen zu schließen. Grundlage ist der am 3. April 2020 von der EU-Kommission veröffentlichte angepasste Beihilfenrahmen. Für den KfW-Schnellkredit stehen insgesamt 300 Milliarden Euro bereit.

Der KfW-Schnellkredit für den Mittelstand umfasst folgende Eckpunkte:

Zielgruppe: Unternehmen: 11 bis 249 Beschäftigte (mindestens seit 1. Januar 2019 am Markt)

Kreditvolumen: bis zu drei Monatsumsätze des Jahres 2019, ◦maximal 500.000 Euro für Unternehmen mit bis zu 50 Beschäftigten    maximal 800.000 Euro für Unternehmen mit über 50 Beschäftigten.

Voraussetzungen: Das Unternehmen darf zum 31. Dezember 2019 nicht in Schwierigkeiten gewesen sein und muss zu diesem Zeitpunkt geordnete wirtschaftliche Verhältnisse aufweisen. Unternehmen müssen in 2019 oder im Durchschnitt der letzten drei Jahre Gewinne erwirtschaftet haben.

Darlehenskonditionen: Zinssatz in Höhe von aktuell 3 Prozent, Laufzeit 10 Jahre.

Hafungsfreistellung: Die Bank erhält eine Haftungsfreistellung in Höhe von 100 Prozent durch die KfW, abgesichert durch eine Garantie des Bundes. Es müssen keine Sicherheiten gestellt werden.

Kreditbewilligung: Die Kreditbewilligung erfolgt ohne weitere Kreditrisikoprüfung durch die Bank oder die KfW. Hierdurch kann der Kredit schnell bewilligt werden.

Weitere Informationen: Der KfW-Schnellkredit


Niedersachsen-Liquiditätskredit

Bei den Anträgen für den Niedersachsen-Liquiditätskredit ist - anders als beim Sofortzuschuss-Programm - die Anmeldung über das Kundenportal der NBank erforderlich.

Wie sieht die Förderung aus?

Zielgruppe: freiberuflich Tätige, Kleinstunternehmen, kleine und mittlere gewerbliche Unternehmen mit weniger als 250 Mitarbeitern und einem Jahresumsatz von höchstens 50 Millionen Euro oder einer Jahresbilanzsumme von höchstens 43 Millionen Euro.

Umfang: bis zu 100 Prozent der förderfähigen Kosten

Darlehensbetrag: 5.000 Euro bis 50.000 Euro

Darlehenskonditionen: 10 Jahre Laufzeit, in den ersten 2 Jahren zinsfrei, die NBank wird rechtzeitig vor Ablauf der ersten 2 Jahre ein Zinsangebot für die weitere Laufzeit unterbreiten; keine Besicherung erforderlich

Tilgung: 2 Jahre tilgungsfrei; vorzeitige ganz oder außerplanmäßige Tilgung ohne Zahlung einer Vorfälligkeitsentschädigung jederzeit möglich

Detaillierte Informationen zum Niedersachsen-Liquiditätskredit

Hotline der NBank:


KfW-Corona-Hilfe

Der KfW kommt die Aufgabe zu, die kurzfristige Versorgung der Unternehmen mit Liquidität zu erleichtern. neben dem neuen Schnellkredit wurden auch bestehende Kreditprogramme verbessert.

Informationen & Kontakt

KfW-Seite: Corona-Hilfe für Unternehmen
• Hotline der KfW: 0800 539 9001

Unternehmen, Selbstständige und Freiberufler, die eine Finanzierung aus den nachfolgenden Programmen nutzen möchten, wenden sich bitte an ihre Hausbank bzw. an Finanzierungspartner, die KfW-Kredite durchleiten:

A:   für kleine Unternehmen, die noch keine 5 Jahre bestehen:

ERP-Gründerkredit–Universell:

    • Kleine und mittlere Unternehmen: bis zu 90 Prozent Risikoübernahmen
    • Große Unternehmen: bis zu 80 Prozent Risikoübernahme

B:   für Unternehmen, die seit mehr als 5 Jahren am Markt bestehen:

KfW-Unternehmerkredit:

    • Kleine und mittlere Unternehmen: bis zu 90 Prozent Risikoübernahmen
    • Große Unternehmen: bis zu 80 Prozent Risikoübernahme

Wie beantrage ich Kurzarbeitergeld?

Die Bundesregierung hat die Bedingungen für das Kurzarbeitergeld verbessert. Kurzarbeitergeld kann wesentlich dazu beitragen, dass Arbeitnehmer während einer wirtschaftlichen Durststrecke nicht entlassen werden müssen und den Unternehmen – sobald sich die Lage wieder verbessert – weiterhin zur Verfügung stehen. Die Bundesagentur für Arbeit hat am 17. März 2020 über die Sonderregelungen und Erleichterungen zum Bezug von Kurzarbeitergeld wie folgt informiert.

Die wichtigsten Neuerungen im Einzelnen:

  • Anspruch auf Kurzarbeitergeld besteht, wenn mindestens 10 Prozent der Beschäftigten einen Arbeitsentgeltausfall von mehr als 10 Prozent haben.
  • Anfallende Sozialversicherungsbeiträge für ausgefallene Arbeitsstunden werden zu 100 Prozent erstattet.
  • Leiharbeitnehmerinnen und Leiharbeitnehmer können ebenfalls in Kurzarbeit gehen und haben Anspruch auf Kurzarbeitergeld.
  • Auf den Aufbau negativer Arbeitszeitsalden (wenn dies tarifvertraglich geregelt ist) kann verzichtet werden.
  • Die weiteren Voraussetzungen zur Inanspruchnahme von Kurzarbeitergeld behalten ihre Gültigkeit.
  • Weiterführende Informationen finden Sie auf der Seite der Arbeitsagentur oder
  • unter der Hotline der Arbeitsagentur: 0800 45555 20


Für die Beantragung von Kurzarbeitergeld ist die örtliche Arbeitsagentur zuständig.

Bundesfinanzministerium: pauschalierte Herabsetzung bereits geleisteter Vorauszahlungen für 2019 möglich (Liquiditätshilfe für kleine Unternehmen und Soloselbständige)

Das Bundesfinanzministerium hat am 24. April 2020 das Rundschreiben „Corona-Sofortmaßnahme: Antrag auf pauschalierte Herabsetzung bereits geleisteter Vorauszahlungen für 2019“ veröffentlicht:

Unternehmen, die coronabedingt in diesem Jahr mit einem Verlust rechnen, können ab sofort neben den bereits für 2020 geleisteten Vorauszahlungen auch eine Erstattung von für 2019 gezahlte Beträge bei ihrem zuständigen Finanzamt beantragen, und zwar auf Grundlage eines pauschal ermittelten Verlustes für das aktuelle Jahr.

Mit dieser Maßnahme soll für kleine Unternehmen und Selbständige im Handel, in der Kultur und im Gastrobereich notwendige Liquidität geschaffen werden, unabhängig davon, ob die Geschäfte weiterhin geschlossen bleiben oder wieder geöffnet wurden. Die mit dieser steuerlichen Regelung ermöglichte Liquiditätshilfe für die Unternehmen wurde auf ein Gesamtvolumen von drei bis vier Milliarden Euro geschätzt. Dieses betrifft nur die Vorauszahlungen bei der Einkommen- und Körperschaftsteuer. Die Gewerbesteuer ist damit von dieser Regelung nicht unmittelbar betroffen.

Für weitere Einzelheiten verweisen wir auf die Informationen des Bundesfinanzministeriums.

FAQ-Liste "Corona" (Steuern) des Bundesfinanzministeriums über steuerliche Maßnahmen

Das Bundesministerium der Finanzen (BMF) hat auf seinen Internetseiten eine Zusammenstellung von häufig gestellten Fragen und den dazugehörigen Antworten (sog. FAQ-Liste „frequently asked questions“) über steuerliche Maßnahmen veröffentlicht, die im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie stehen.

Der Deutsche Landkreistag (DLT) teilt hierzu mit:

„Mit einem FAQ ‚Corona‘ (Steuern) (in der Fassung vom 6.4.2020) gibt das Bundesministerium der Finanzen einen kurzen Überblick über die näheren Einzelheiten verschiedener steuerlicher Erleichterungen, die beschlossen wurden, um die von der Corona-Krise unmittelbar und nicht unerheblich betroffenen Steuerpflichtigen zu entlasten und die Liquidität bei durch die Corona-Krise in wirtschaftliche Schwierigkeiten geratenen Unternehmen zu verbessern.
Das Dokument soll laufend an die aktuelle Situation und die sich ergebenden Fragestellungen angepasst werden und ist auch auf den Internetseiten des Bundesministeriums der Finanzen abrufbar (https://www.bundesfinanzministerium.de/Content/DE/Standardartikel/Themen/Steuern/2020-04-01-FAQ_Corona_Steuern.html?cms_pk_kwd=06.04.2020_FAQ+Corona+Steuern+&cms_pk_campaign=Newsletter-06.04.2020).
Der Überblick umfasst allgemeine verfahrensrechtliche Hinweise, Ausführungen zur Stundung und den Erlass von Steuern, zur Außenprüfung, zur Lohnsteuer und abschließend allgemeine Hinweise.“

Einzelheiten bitten wir der FAQ-Liste “Corona“ Steuern zu entnehmen.

Neuer Beratungskosten-Zuschuss des Bundes für betroffene Unternehmen und Freiberufler bis 4.000 Euro (100 Prozent)

Die Auswirkungen des Coronavirus haben Deutschland in einem Maß getroffen, auf das sich keiner vorbereiten konnte. Die wirtschaftlichen Folgen sind Kurzarbeit, Ausfall von Arbeitskräften und Produktionen, Wegfall von Kunden, verkürzte Öffnungszeiten oder gar Schließungen von Unternehmen. Externe Unternehmensberater können jetzt helfen, neue Geschäftsfelder zu untersuchen, bisherige Geschäfte umzustellen, zu digitalisieren oder die Liquidität wieder herzustellen.

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) hat die bestehende Rahmenrichtlinie zur Förderung unternehmerischen Know-hows um ein Modul für von Corona betroffene KMU und Freiberufler zunächst bis 31. Dezember 2020 als Sofortprogramm ergänzt.

  • Betroffene Unternehmen und Freiberufler können einen Zuschuss in Höhe von 100 Prozent, maximal jedoch 4.000 Euro der in Rechnung gestellten Beratungskosten (Vollfinanzierung) erhalten.
  • Zu den Beratungskosten zählen neben dem Honorar auch die Reisekosten sowie Auslagen des Beraters. Ein Stunden- oder Tagessatz für beanspruchte Beratungsleistungen ist nicht vorgegeben.

Betrug: Warnungen des LKA und der NBank

LKA warnt vor falschen COVID-19-Soforthilfeanträgen

Die Zentrale Ansprechstelle Cybercrime für die Niedersächsische Wirtschaft (ZAC) beim Landeskriminalamt Niedersachsen warnt Unternehmen davor, dass derzeit vermehrt versucht wird, mittels angeblicher Soforthilfeanträge im Zusammenhang mit COVID-19 an Daten von Unternehmen zu kommen. Erste Fälle sind in Baden-Württemberg aufgetreten.


• Detaillierte Informationen finden Sie im NBank-Sondernewsletter


!!! VORSICHT !!! Fake-E-Mails

Im Namen der NBank werden E-Mails versendet, in denen aufgefordert wird, eine Rückzahlung von im Rahmen der Corona-Soforthilfe-Programme des Landes Niedersachsen und des Bundes zu viel erhaltenen Fördergeldern vorzunehmen. Die NBank ist nicht Versender dieser Mails.

Beratungsangebote für Unternehmen

Gewerbetreibenden und Unternehmen, die aufgrund der aktuellen Situation Liquiditätsprobleme haben oder auch in nächster Zeit erwarten wird geraten, frühzeitig mit den Firmenkundenbetreuungen der jeweiligen Hausbanken Kontakt aufzunehmen.

Zur Vorbereitung auf diese Gespräche sollte überlegt werden, welche Maßnahmen zur Bewältigung der Problemlage selbst ergriffen werden können (zum Beispiel Personalkostensenkung durch temporär mögliche Stundenreduzierung bei Beschäftigen, Privatkredite, Tilgungsaussetzung von Krediten) oder welche Hilfe von den Banken möglich sein könnte. Die Banken erwarten hierfür regelmäßig – soweit nicht bereits vorhanden – den Jahresabschluss 2018, die saldierte BWA Dezember 2019 und eine Liquiditätsplanung zunächst bis mindestens Jahresende 2020.

Die vom Bund über die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) ermöglichten und im Hausbankenprinzip durchgeleiteten Finanzhilfen/Kredite sind direkt mit den Firmenkundenbetreuungen der Institute abzustimmen.
Zusätzlich zu den obigen Informationen bietet der Wirtschaftskreis Harlingerland e.V. unter nachstehendem Link einen Maßnahmenkatalog zur kurzfristigen Schadensbegrenzung an.

Wirtschaftsförderkreis Harlingerland e.V.


Zudem hat das Niedersächsische Wirtschaftsministerium auf seiner Internetseite eine Liste mit Ansprechpartnern veröffentlicht, unter anderem zu Fördermöglichkeiten, Landesbürgschaften, arbeitsrechtlichen Fragen, Informationen für Mittelstand und Handwerk, Auswirkungen auf den Verkehrssektor:

MW Niedersachsen: Informationen zu Auswirkungen des Corona-Virus

Darüber hinaus wurde zu weiteren Themen rund um die Corona-Epidemie und ihre Auswirkungen auf die Wirtschaft eine Hotline eingerichtet:

  • Hotline: 0511 120 5757 (8 bis 20 Uhr)

Informationen für die Tourismusbranche

Informationen und häufig gestellte Fragen für Gastgeber und Gäste, insbesondere auch zu Stornierung, Stornogebühren und Kostenregelungen.


Laufend aktualisierter Überblick über die wichtigsten Maßnahmen für die Tourismusbranche, um den Auswirkungen der Coronakrise entgegenzuwirken bzw. diese zu kompensieren.


Zusammenstellung einiger relevante Links und Informationen zur Coronakrise.

Weitere Informationen für Unternehmen und Freiberufler

Regeln für freiwillig versicherte Selbsständige gelockert

Rund 74.000 Selbstständige sind freiwillig in der gesetzlichen Arbeitslosenversicherung versichert (bundesweit). Für diese Selbstständigen hat die Bundesagentur für Arbeit nun die Regeln zum Arbeitslosengeldbezug und zu Beitragszahlungen gelockert, wenn sie durch die Corona-Krise unverschuldet arbeitslos geworden sind. 

Die Bundeagentur für Arbeit hat für diese Zielgruppe einen Onepager als Information erstellt.

Die aktuellsten Übersichten für unterschiedliche Zielgruppen finden Sie hier.

Für Informationen rund um Quarantänemaßnahmen, Umgang mit Verdachtsfällen & Co:

Infotelefon des Bundesgesundheitsministeriums zum Corona-Virus

  • Telefon 030 34646-5100
  • Montag bis Donnerstag: 8 bis 18 Uhr
  • Freitag 8 bis 12 Uhr

Das Team der Wirtschaftsförderung wünscht Ihnen alles Gute!
Bleiben Sie und Ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gesund!

nach oben zurück