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Informationen der Wirtschaftsförderung für die Wirtschaft und den Tourismus

Die Wirtschaftsförderung des Landkreises Wittmund ist zentraler Ansprechpartner für die Belange der Unternehmen im Landkreis Wittmund und informiert Sie nachfolgend über Hilfen und Fördermöglichkeiten, um den wirtschaftlichen Auswirkungen des Corona-Virus im Landkreis Wittmund aktiv und frühzeitig zu begegnen. (Überblick, Stand: 12. Mai 2020)


Informationen der Wirtschaftsförderung beim Landkreis Wittmund

Die Wirtschaftsförderung des Landkreises Wittmund informiert Sie nachfolgend über Hilfen und Fördermöglichkeiten, um den wirtschaftlichen Auswirkungen des Corona-Virus in Wittmund aktiv und frühzeitig zu begegnen.

Sollten sie zu ihrer konkreten Problemstellung keine Antworten oder Ansprechpartner in den bereitgestellten Informationen finden, wenden sie sich bitte per eMail an das Amt für Wirtschaftsförderung beim Landkreis Wittmund unter wirtschaftsfoerderung@lk.wittmund.de.

Wir sind bemüht, die zur Verfügung gestellten Informationen möglichst aktuell zu halten. Aufgrund der dynamischen Entwicklungen und einer Vielzahl eingehender Anfragen bitten wir um Ihr Verständnis, wenn Informationen nicht immer aktuell gehalten werden können und sich die Beantwortung Ihrer Anfragen verzögert. Zudem weisen wir darauf hin, dass für die bereitgestellten Informationen und Verlinkungen keine Gewähr auf Richtig- und Vollständigkeit übernommen wird.

(Stand: 12. Mai 2020)

Übersicht Corona-Hilfsprogramme

Corona-Hilfsprogramme des Bundes und des Landes Niedersachsen
Die Unternehmensberatung MCON hat eine Übersicht über aktuelle Hilfs- und Förderprogramme zusammengestellt. Diese bietet einen ersten Überblick über die grundsätzlich in Frage kommenden Programme für verschiedene Zielgruppen. Zudem gibt sie grundlegende Hinweise zur Art der Förderung sowie den Förderkonditionen.

Bundesfinanzministerium: pauschalierte Herabsetzung bereits geleisteter Vorauszahlungen für 2019 möglich (Liquiditätshilfe für kleine Unternehmen und Soloselbständige)

Das Bundesfinanzministerium hat am 24. April 2020 das Rundschreiben „Corona-Sofortmaßnahme: Antrag auf pauschalierte Herabsetzung bereits geleisteter Vorauszahlungen für 2019“ veröffentlicht:

Unternehmen, die coronabedingt in diesem Jahr mit einem Verlust rechnen, können ab sofort neben den bereits für 2020 geleisteten Vorauszahlungen auch eine Erstattung von für 2019 gezahlte Beträge bei ihrem zuständigen Finanzamt beantragen, und zwar auf Grundlage eines pauschal ermittelten Verlustes für das aktuelle Jahr.

Mit dieser Maßnahme soll für kleine Unternehmen und Selbständige im Handel, in der Kultur und im Gastrobereich notwendige Liquidität geschaffen werden, unabhängig davon, ob die Geschäfte weiterhin geschlossen bleiben oder wieder geöffnet wurden. Die mit dieser steuerlichen Regelung ermöglichte Liquiditätshilfe für die Unternehmen wurde auf ein Gesamtvolumen von drei bis vier Milliarden Euro geschätzt. Dieses betrifft nur die Vorauszahlungen bei der Einkommen- und Körperschaftsteuer. Die Gewerbesteuer ist damit von dieser Regelung nicht unmittelbar betroffen.

Für weitere Einzelheiten verweisen wir auf die Informationen des Bundesfinanzministeriums.

Aufstockung des Förderprogramms "Digitalbonus Niedersachsen" vor Hintergrund der Corona-Krise

Das Niedersächsische Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Digitalisierung (MW) hat mit einer aktuellen Pressemitteilung bekannt gegeben, dass das Programm „Digitalbonus Niedersachsen“ um weitere 15 Millionen Euro aufgestockt wird.

Der Digitalbonus.Niedersachsen richtet sich an kleine und mittlere Unternehmen (KMU) mit Betriebsstätte in Niedersachsen aus den Bereichen:

  • gewerbliche Wirtschaft
  • Life Sciences
  • eHealth
  • Handwerk
  • kleine freiberufliche Planungsbüros im Bereich des digitalen Bauens


Ziel des Programms ist eine Beschleunigung und Stärkung von Digitalisierungsprozessen im niedersächsischen Mittelstand und Handwerk.

Vor dem Hintergrund der Corona-Krise wurden nun folgende Neuerungen bekannt gegeben, um auf die speziellen Bedarfe von Unternehmen zu reagieren:

  • NEU: Möglichkeit zur Beantragung von Zuschüssen für Homeoffice-, Videokonferenz- und Telemedizintechnik
  • NEU: Unmittelbar nach Antragsstellung ist Beschaffung der Technik möglich. Der Förderbescheid muss nicht (wie sonst üblich) bereits vorliegen

Darüber hinaus gelten folgende Förderbedingungen:

  • Investitionen müssen mindestens 5.000 Euro betragen
  • Fördersumme: mindestens 2.500 Euro und maximal 10.000 Euro
  • Fördersatz abhängig von der Unternehmensgröße:
    - bis zu 50 Prozent für kleine Unternehmen
    - bis zu 30 Prozent für mittlere Unternehmen

Anträge können laufend bei der NBank eingereicht werden.

Neuer "KfW-Schnellkredit" für den Mittelstand (100 Prozent Haftungsfreistellung)

Die Bundesregierung hat einen weitergehenden KfW-Schnellkredit für den Mittelstand beschlossen, um die bisherige Mittelstandslücke in der Unterstützung der Unternehmen bei den Corona-bedingten Ausfällen zu schließen. Grundlage ist der am 3. April 2020 von der EU-Kommission veröffentlichte angepasste Beihilfenrahmen. Für den KfW-Schnellkredit stehen insgesamt 300 Milliarden Euro bereit.

Der KfW-Schnellkredit für den Mittelstand umfasst folgende Eckpunkte:

  • Unternehmen: 11 bis 249 Beschäftigte (mindestens seit 1. Januar 2019 am Markt)
  • Kreditvolumen: bis zu drei Monatsumsätze des Jahres 2019, ◦maximal 500.000 Euro für Unternehmen mit bis zu 50 Beschäftigten maximal 800.000 Euro für Unternehmen mit über 50 Beschäftigten.
     
  • Das Unternehmen darf zum 31. Dezember 2019 nicht in Schwierigkeiten gewesen sein und muss zu diesem Zeitpunkt geordnete wirtschaftliche Verhältnisse aufweisen.

  • Zinssatz in Höhe von aktuell 3 Prozent, Laufzeit 10 Jahre.

  • Die Bank erhält eine Haftungsfreistellung in Höhe von 100 Prozent durch die KfW, abgesichert durch eine Garantie des Bundes. Es müssen keine Sicherheiten gestellt werden.

  • Die Kreditbewilligung erfolgt ohne weitere Kreditrisikoprüfung durch die Bank oder die KfW. Hierdurch kann der Kredit schnell bewilligt werden.

  • Voraussetzung: Unternehmen haben in 2019 oder im Durchschnitt der letzten drei Jahre Gewinne erwirtschaftet.

Weitere Informationen: www.kfw.de

FAQ-Liste "Corona" (Steuern) des Bundesfinanzministeriums über steuerliche Maßnahmen

Das Bundesministerium der Finanzen (BMF) hat auf seinen Internetseiten eine Zusammenstellung von häufig gestellten Fragen und den dazugehörigen Antworten (sog. FAQ-Liste „frequently asked questions“) über steuerliche Maßnahmen veröffentlicht, die im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie stehen.

Der Deutsche Landkreistag (DLT) teilt hierzu mit:

„Mit einem FAQ ‚Corona‘ (Steuern) (in der Fassung vom 6.4.2020) gibt das Bundesministerium der Finanzen einen kurzen Überblick über die näheren Einzelheiten verschiedener steuerlicher Erleichterungen, die beschlossen wurden, um die von der Corona-Krise unmittelbar und nicht unerheblich betroffenen Steuerpflichtigen zu entlasten und die Liquidität bei durch die Corona-Krise in wirtschaftliche Schwierigkeiten geratenen Unternehmen zu verbessern.
Das Dokument soll laufend an die aktuelle Situation und die sich ergebenden Fragestellungen angepasst werden und ist auch auf den Internetseiten des Bundesministeriums der Finanzen abrufbar (https://www.bundesfinanzministerium.de/Content/DE/Standardartikel/Themen/Steuern/2020-04-01-FAQ_Corona_Steuern.html?cms_pk_kwd=06.04.2020_FAQ+Corona+Steuern+&cms_pk_campaign=Newsletter-06.04.2020).
Der Überblick umfasst allgemeine verfahrensrechtliche Hinweise, Ausführungen zur Stundung und den Erlass von Steuern, zur Außenprüfung, zur Lohnsteuer und abschließend allgemeine Hinweise.“

Einzelheiten bitten wir der FAQ-Liste “Corona“ Steuern zu entnehmen.

Arbeitslosenversicherung: Regeln für freiwillig Versicherte Selbständige gelockert

Rund 74.000 Selbstständige sind freiwillig in der gesetzlichen Arbeitslosenversicherung versichert (bundesweit). Für diese Selbstständigen hat die Bundesagentur für Arbeit nun die Regeln zum Arbeitslosengeldbezug und zu Beitragszahlungen gelockert, wenn sie durch die Corona-Krise unverschuldet arbeitslos geworden sind. 

Die Bundeagentur für Arbeit hat für diese Zielgruppe einen Onepager als Information erstellt.

Die aktuellsten Übersichten für unterschiedliche Zielgruppen finden Sie hier.

Neuer Beratungskosten-Zuschuss des Bundes für betroffene Unternehmen und Freiberufler bis 4.000 Euro (100 Prozent)

Die Auswirkungen des Coronavirus haben Deutschland in einem Maß getroffen, auf das sich keiner vorbereiten konnte. Die wirtschaftlichen Folgen sind Kurzarbeit, Ausfall von Arbeitskräften und Produktionen, Wegfall von Kunden, verkürzte Öffnungszeiten oder gar Schließungen von Unternehmen. Externe Unternehmensberater können jetzt helfen, neue Geschäftsfelder zu untersuchen, bisherige Geschäfte umzustellen, zu digitalisieren oder die Liquidität wieder herzustellen.

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) hat die bestehende Rahmenrichtlinie zur Förderung unternehmerischen Know-hows um ein Modul für von Corona betroffene KMU und Freiberufler zunächst bis 31. Dezember 2020 als Sofortprogramm ergänzt.

  • Betroffene Unternehmen und Freiberufler können einen Zuschuss in Höhe von 100 Prozent, maximal jedoch 4.000 Euro der in Rechnung gestellten Beratungskosten (Vollfinanzierung) erhalten.
  • Zu den Beratungskosten zählen neben dem Honorar auch die Reisekosten sowie Auslagen des Beraters. Ein Stunden- oder Tagessatz für beanspruchte Beratungsleistungen ist nicht vorgegeben.

Arbeitsagentur intensiviert Jobvermittlung für systemrelevante Branchen

Durch die Corona-Krise bestehen in zahlreichen Branchen Personal-Überhänge während andere Branchen händeringend nach Arbeitskräften suchen. Die Arbeitgeberservices von Arbeitsagentur und Jobcenter stehen für die Realisierung der Personalbedarfe in Bereichen mit akutem Arbeitskräftemangel zur Verfügung. Neben der Landwirtschaft sind dies zum Beispiel die Bereiche Lebensmittellogistik, Handel und Gesundheitswesen.

LKA warnt vor falschen COVID-19-Soforthilfeanträgen

Die Zentrale Ansprechstelle Cybercrime für die Niedersächsische Wirtschaft (ZAC) beim Landeskriminalamt Niedersachsen warnt Unternehmen davor, dass derzeit vermehrt versucht wird, mittels angeblicher Soforthilfeanträge im Zusammenhang mit COVID-19 an Daten von Unternehmen zu kommen. Erste Fälle sind in Baden-Württemberg aufgetreten.


• Detaillierte Informationen finden Sie im NBank-Sondernewsletter

Niedersachsen-Soforthilfe Corona mit finanzieller Unterstützung des Bundes - so geht die Antragstellung

Wichtiger Hinweis zur Landesförderung

Seit dem 1. April 2020 können keine Anträge mehr über die bisherige Landesrichtlinie „Niedersachsen-Soforthilfe Corona“ gestellt werden!

Es ist jetzt eine Antragstellung im neuen Förderprogramm „Niedersachsen-Soforthilfe Corona mit finanzieller Unterstützung des Bundes“ möglich.

Neue Staffelung der einmaligen Soforthilfe nach Betriebsgröße:

  • bis zu   9.000 Euro:    bei bis zu   5 Beschäftigten
  • bis zu 15.000 Euro:    bei bis zu 10 Beschäftigten
  • bis zu 20.000 Euro:    bei bis zu 30 Beschäftigten
  • bis zu 25.000 Euro:    bei bis zu 49 Beschäftigten

Durch die neu verfügbaren Bundeshilfen ergeben sich folgende Fälle hinsichtlich der Antragsstellung:

Fall 1: Sie haben bereits vor dem 31. März 2020 einen Antrag auf die Niedersachsen-Soforthilfe Corona gestellt und eine Bewilligung der NBank erhalten.

  • Sie können nun zusätzlich einen Antrag auf die Bundesförderung stellen.
  • Prüfen Sie, ob Sie unter den neuen Voraussetzungen antragsberechtigt sind.
  • Zusammen mit dem bereits erhaltenen Zuschuss darf keine Überkompensation entstehen, das heißt, die Zuschüsse dürfen die zu deckenden Kosten nicht übersteigen.

Fall 2: Sie haben bis zum Stichtag 31. März 2020 (vor Freischaltung der neuen Förderrichtlinien) einen Antrag auf Niedersachsen-Soforthilfe gestellt und noch keine Bewilligung erhalten.

  • Wenn der NBank ein korrekt ausgefüllter, vollständiger Antrag vorliegt und Sie zudem antragsberechtigt sind, wird dieser weiter unter den zum Zeitpunkt der Antragstellung geltenden Förderbedingungen der Niedersachsen-Soforthilfe Corona bearbeitet.
  • Sie erhalten dann eine Bewilligung der NBank.
  • Unabhängig davon können Sie unter den Bedingungen der Bundesförderung einen zusätzlichen Antrag stellen.
  • Sie müssen dazu nicht auf die Bewilligung der NBank warten.

Fall 3: Sie haben bisher keinen Antrag auf Soforthilfe des Landes gestellt.

  • Zum Start der Bundesförderung haben sich die Förderbedingungen der Landesrichtlinie geändert.
  • Prüfen Sie gründlich, ob Sie unter den neuen Fördervoraussetzungen antragsberechtigt sind.
  • Dann können Sie einen Antrag auf die Corona-Soforthilfe stellen.


  1. Laden Sie sich den Antrag und die Kleinbeihilfenerklärung herunter und speichern Sie diese auf Ihrem PC.
  2. Öffnen Sie den Antrag und die Kleinbeihilfenerklärung direkt von dem Speicherort auf Ihrem PC mit dem aktuellen Adobe Acrobat Reader DC.
  3. Füllen Sie den Antrag und die Kleinbeihilfenerklärung am PC aus.
  4. Senden Sie den Antrag, die Kleinbeihilfenerklärung und eine unterschriebene Kopie vom Personalausweis (Vorder- und Rückseite) des Unterschriftsberechtigten zusammengefasst in einer E-Mail an folgende E-Mail-Adresse: antrag(at)soforthilfe.nbank.de
  5. Die NBank versendet keine Eingangsbestätigung!


Weitere Informationen und Hotline der NBank

  • Leitfaden zu Antragstellung zur Antragstellung Niedersachsen-Soforthilfe Corona mit finanzieller Unterstützung des Bundes (PDF)
  • Produktinformation Niedersachsen Soforthilfe Corona mit finanzieller Unterstützung des Bundes (PDF)
  • Telefon 0511 30031-333 oder beratung(at)nbank.de

Niedersachsen-Liquiditätskredit - so geht die Antragstellung

Bei den Anträgen für den Niedersachsen-Liquiditätskredit ist - anders als beim Sofortzuschuss-Programm - die Anmeldung über das Kundenportal der NBank erforderlich.

Wie sieht die Förderung aus?

Zielgruppe: freiberuflich Tätige, Kleinstunternehmen, kleine und mittlere gewerbliche Unternehmen mit weniger als 250 Mitarbeitern und einem Jahresumsatz von höchstens 50 Millionen Euro oder einer Jahresbilanzsumme von höchstens 43 Millionen Euro.

Umfang: bis zu 100 Prozent der förderfähigen Kosten

Darlehensbetrag: 5.000 Euro bis 50.000 Euro

Darlehenskonditionen: 10 Jahre Laufzeit, in den ersten 2 Jahren zinsfrei, die NBank wird rechtzeitig vor Ablauf der ersten 2 Jahre ein Zinsangebot für die weitere Laufzeit unterbreiten; keine Besicherung erforderlich

Tilgung: 2 Jahre tilgungsfrei; vorzeitige ganz oder außerplanmäßige Tilgung ohne Zahlung einer Vorfälligkeitsentschädigung jederzeit möglich

Detaillierte Informationen zum Niedersachsen-Liquiditätskredit

Hotline der NBank

Weitere Eckpunkte des Corona-Soforthilfe-Programms der Bundesregierung

Neben den Soforthilfe-Zuschussmitteln des Bundes, die in Niedersachsen über die NBank beantragt werden können, gewährt der Bund weitere Hilfen:

  • Kreditprogramme/Bürgschaften im Rahmen des Wirtschaftsstabilisierungsfonds
  • Steuerliche Hilfen (Stundungen, Anpassungen der Steuervorauszahlungen)
  • Verbesserungen beim Kurzarbeitergeld und andere


Die verschiedenen Hilfsmaßnahmen des Bundes in Höhe von 156 Milliarden Euro sind als „Corona-Schutzschild für Deutschland“ übersichtlich hier dargestellt:

 

Welche Branchen sind von den Schließungen/Einschränkungen
des öffentlichen Lebens betroffen?

Auf Weisung der Niedersächsischen Landesregierung hat der Landkreis Wittmund am 17. März 2020 eine Allgemeinverfügung erlassen, die den Maßnahmenkatalog zu den notwendigen Schließungen für den Publikumsverkehr und der Verbote im Einzelnen beinhaltet. Hierin sind die Branchen und Betriebe, die von den Einschränkungen erfasst werden, aufgeführt.

Weiterhin hat der Landkreis Wittmund am 18. März 2020 eine Allgemeinverfügung erlassen, die über die Beschränkung von sozialen Kontakten im öffentlichen Bereich besonders bei Übernachtungen, sowie in Gaststätten, Restaurants, Werkstätten für behinderte Menschen, Tagesförderstätten für behinderte Menschen und vergleichbare Angebote der Eingliederungshilfe weitere Regelungen trifft.

Diese Verfügungen gelten bis einschließlich Samstag, 18. April 2020.

Alle zuständigen Stellen in Niedersachsen, also auch die umliegenden Landkreise, haben entsprechende Verfügungen erlassen.

Die vom Landkreis Wittmund erlassenen Allgemeinverfügungen können Sie unter dem Reiter "Allgemeinverfügungen" auf dieser Homepage einsehen/nachlesen.

Konkrete Fragen zur Definitionsauslegung (z. B sind Fahrschulen private Schulungsträger oder doch Dienstleister, ist eine Weinhandlung ein Getränkehandel, etc.) sind an die Koordinierungsstelle des Landkreises (Tel. 04462/86-7000, E-Mail: koordinierungsstelle@lk.wittmund.de) zu richten.

Informationen für die Tourismusbranche

Informationen und häufig gestellte Fragen für Gastgeber und Gäste, insbesondere auch zu Stornierung, Stornogebühren und Kostenregelungen.


Laufend aktualisierter Überblick über die wichtigsten Maßnahmen für die Tourismusbranche, um den Auswirkungen der Coronakrise entgegenzuwirken bzw. diese zu kompensieren.


Zusammenstellung einiger relevante Links und Informationen zur Coronakrise.

Was tun bei Liquiditätsproblemen?

Gewerbetreibenden und Unternehmen, die aufgrund der aktuellen Situation Liquiditätsprobleme haben oder auch in nächster Zeit erwarten wird geraten, frühzeitig mit den Firmenkundenbetreuungen der jeweiligen Hausbanken Kontakt aufzunehmen.

Zur Vorbereitung auf diese Gespräche sollte überlegt werden, welche Maßnahmen zur Bewältigung der Problemlage selbst ergriffen werden können (zum Beispiel Personalkostensenkung durch temporär mögliche Stundenreduzierung bei Beschäftigen, Privatkredite, Tilgungsaussetzung von Krediten) oder welche Hilfe von den Banken möglich sein könnte. Die Banken erwarten hierfür regelmäßig – soweit nicht bereits vorhanden – den Jahresabschluss 2018, die saldierte BWA Dezember 2019 und eine Liquiditätsplanung zunächst bis mindestens Jahresende 2020.

Die vom Bund über die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) ermöglichten und im Hausbankenprinzip durchgeleiteten Finanzhilfen/Kredite sind direkt mit den Firmenkundenbetreuungen der Institute abzustimmen.

Zusätzlich zu den obigen Informationen bietet der Wirtschaftskreis Harlingerland e.V. unter nachstehendem Link einen Maßnahmenkatalog zur kurzfristigen Schadensbegrenzung an.

Welche Finanzhilfen gibt es? KfW-Corona-Hilfe - Kredite für Unternehmen

Der KfW kommt die Aufgabe zu, die kurzfristige Versorgung der Unternehmen mit Liquidität zu erleichtern. Die bestehenden Kreditprogramme wurden verbessert.

Informationen & Kontakt

KfW-Seite: Corona-Hilfe für Unternehmen
• Hotline der KfW: 0800 539 9001


Unternehmen, Selbstständige und Freiberufler, die eine Finanzierung aus den nachfolgenden Programmen nutzen möchten, wenden sich bitte an ihre Hausbank bzw. an Finanzierungspartner, die KfW-Kredite durchleiten:

A:   für kleine Unternehmen, die noch keine 5 Jahre bestehen:

ERP-Gründerkredit–Universell:

  • Kleine und mittlere Unternehmen: bis zu 90 Prozent Risikoübernahmen
  • Große Unternehmen: bis zu 80 Prozent Risikoübernahme

B:   für Unternehmen, die seit mehr als 5 Jahren am Markt bestehen:

KfW-Unternehmerkredit:

Kleine und mittlere Unternehmen: bis zu 90 Prozent Risikoübernahmen

Große Unternehmen: bis zu 80 Prozent Risikoübernahme

Welche Beratungsangebote bietet das Land Niedersachsen?

Das Niedersächsische Wirtschaftsministerium hat auf seinen Internetseiten eine Liste mit Ansprechpartnern veröffentlicht, unter anderem zu Fördermöglichkeiten, Landesbürgschaften, arbeitsrechtlichen Fragen, Informationen für Mittelstand und Handwerk, Auswirkungen auf den Verkehrssektor:


Darüber hinaus wurde zu weiteren Themen rund um die Corona-Epidemie und ihre Auswirkungen auf die Wirtschaft eine Hotline eingerichtet:

  • Hotline: 0511 120 5757 (8 bis 20 Uhr)

Crowdfunding als kurzfristige Hilfe? Weitere Unterstützung für Kultur- und
Kreativschaffende sowie freiberuflich Selbständige

Die Corona-Pandemie hat verheerende Folgen für die Kultur- und Kreativwirtschaft. Vor allem viele kleine Kultureinrichtungen stehen am finanziellen Abgrund. Für Künstlerinnen und Künstler geht es um die Existenz. Die Bundesregierung hilft mit Unterstützung in Milliardenhöhe (siehe auch unter: Corona-Soforthilfe-Programm) und weiteren Förderleistungen:

Neue Crowdfunding-Modelle:

Spenden-Plattform, Vorverkauf-Crowdfunding
Neben klassischen Unterstützungen haben sich in den letzten Tagen neue Crowdfunding-Modelle entwickelt. Die Crowd kann dort mit finanziellen Mitteln helfen, wo durch den Virus beziehungsweise durch die damit verbundenen Maßnahmen, soziale und wirtschaftliche Notlagen entstehen. Beim Crowdfunding gibt es verschiedene Modelle, die sich dadurch unterscheiden, was die geldgebende Crowd als Gegenleistung erhält

Notsituationen können durch gezielte Spenden-Aktionen abgemildert werden. Beim Spenden-Crowdfunding untersützen Geldgeber ein Projekt, ohne eine Gegenleistung zu erhalten.
Vorverkauf-Crowdfundings können Künstler, Selbstständigen und Kleinunternehmern helfen Umsatzausfälle abzufedern. Hier erhält die Crowd konkrete oder ideelle Gegenleistungen für ihr Geld. Als Gegenleistung sind unter anderem digitale Angebote denkbar oder Gutscheine für einen späteren Zeitpunkt nach der Krise.


Wichtige Aspekte gerade für Kultur- und Kreativschaffende

Hilfen der Künstlersozialversicherung:

  • Aufgrund der Corona-Pandemie kommt es bei Versicherten und Abgabepflichtigen in der Künstlersozialversicherung zu Einnahmeausfällen unter anderem durch abgesagte Veranstaltungen, zurückgegebene Tickets, et cetera.
  • Bei Versicherten, deren Einkommensprognose sich verändert hat, besteht die Möglichkeit, der Künstlersozialkasse die geänderte Einkommenserwartung zu melden. Die Beiträge werden den geänderten Verhältnissen angepasst. Bei akuten Zahlungsschwierigkeiten können zudem individuelle Zahlungserleichterungen gewährt werden.
  • Bei abgabepflichtige Unternehmen können die monatlichen Vorauszahlungen reduziert werden. Bestehen akute Zahlungsschwierigkeiten können auch hier individuelle Zahlungserleichterungen gewährt werden.
  • Nähere Informationen und Antragsformulare der Künstlersozialkasse


Steuerliche Hilfsmaßnahmen:
Bei unmittelbar vom Coronavirus betroffenen Unternehmen gewähren die Finanzbehörden bis Ende 2020 Stundungen von Steuerschulden. Auch können Steuervorauszahlungen angepasst werden. Auf Vollstreckungsmaßnahmen und Säumniszuschläge wird verzichtet.

An die Bewilligung der Stundung werden dabei keine strengen Anforderungen gestellt. Unternehmen müssen darlegen, dass sie unmittelbar betroffen sind. Den Wert entstandener Schäden müssen sie aber nicht im Einzelnen belegen. Diese Maßnahme betrifft die Einkommen- und Körperschaftsteuer sowie die Umsatzsteuer.

Anpassung von Vorauszahlungen:
Unternehmen, Selbständige und Freiberufler können außerdem die Höhe ihrer Vorauszahlungen auf die Einkommen- und Körperschaftsteuer anpassen lassen. Gleiches gilt für den Messbetrag für Zwecke der Gewerbesteuer-Vorauszahlungen. Hierfür können sie bei ihrem Finanzamt einen Antrag stellen.

Insolvenzrecht:
Im Insolvenzrecht wird die Insolvenzantragspflicht für betroffene Unternehmen ausgesetzt. Für Privatpersonen werden im Fall der Insolvenz bei der Restschuldbefreiung die Auswirkungen der Covid 19-Pandemie entsprechend berücksichtigt.

Mietrecht:
Für Mietverträge über Grundstücke oder Räume wird das Recht der Vermieter zur Kündigung eingeschränkt. Das bedeutet, dass beispielsweise dem Fotografen nicht das Atelier gekündigt werden kann, wenn er mit zwei Monatsmieten im Rückstand ist.

Darlehen:
Für Darlehensverträge soll eine gesetzliche Stundungsregelung und eine Vertragsanpassung nach Ablauf der Stundungsfrist eingeführt werden. Die Regelungen sind zunächst bis zum 30. September 2020 befristet.

GEMA:
Die GEMA wird finanzielle Übergangshilfen für individuelle Härtefälle gewähren und dafür bis zu 40 Millionen Euro zur Verfügung stellen. Darüber hinaus entfallen für die Zeit der behördlich angeordneten Schließung von Betrieben deren GEMA-Vergütungen.


Solo-Selbstständige haben keinen Anspruch auf Kurzarbeitergeld. Sie können sich jedoch an ihr zuständiges Jobcenter wenden und prüfen lassen, ob sie Anspruch auf Grundsicherung haben.

Jobcenter Wittmund

Wie beantrage ich Kurzarbeitergeld?

Die Bundesregierung hat die Bedingungen für das Kurzarbeitergeld verbessert. Kurzarbeitergeld kann wesentlich dazu beitragen, dass Arbeitnehmer während einer wirtschaftlichen Durststrecke nicht entlassen werden müssen und den Unternehmen – sobald sich die Lage wieder verbessert – weiterhin zur Verfügung stehen. Die Bundesagentur für Arbeit hat am 17. März 2020 über die Sonderregelungen und Erleichterungen zum Bezug von Kurzarbeitergeld wie folgt informiert.

Die wichtigsten Neuerungen im Einzelnen:

  • Anspruch auf Kurzarbeitergeld besteht, wenn mindestens 10 Prozent der Beschäftigten einen Arbeitsentgeltausfall von mehr als 10 Prozent haben.
  • Anfallende Sozialversicherungsbeiträge für ausgefallene Arbeitsstunden werden zu 100 Prozent erstattet.
  • Leiharbeitnehmerinnen und Leiharbeitnehmer können ebenfalls in Kurzarbeit gehen und haben Anspruch auf Kurzarbeitergeld.
  • Auf den Aufbau negativer Arbeitszeitsalden (wenn dies tarifvertraglich geregelt ist) kann verzichtet werden.
  • Die weiteren Voraussetzungen zur Inanspruchnahme von Kurzarbeitergeld behalten ihre Gültigkeit.
  • Weiterführende Informationen finden Sie auf der Seite der Arbeitsagentur oder
  • unter der Hotline der Arbeitsagentur: 0800 45555 20


Für die Beantragung von Kurzarbeitergeld ist die örtliche Arbeitsagentur zuständig.

Was ist beim Arbeits- und Sozialversicherungsrecht zu beachten?

Weitere Informationen für Unternehmen und Freiberufler

Infotelefon des Bundesgesundheitsministeriums zum Corona-Virus
(Quarantänemaßnahmen, Umgang mit Verdachtsfällen, et cetera):

  • Telefon 030 34646-5100
  • Montag bis Donnerstag: 8 bis 18 Uhr
  • Freitag 8 bis 12 Uhr

Das Team der Wirtschaftsförderung wünscht Ihnen alles Gute!
Bleiben Sie und Ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gesund!

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